Opäť sme Vás navštívili. Bola to dobrá voľba. Príjemné prostredie, ktoré opäť uspokojilo náš pobyt. Od recepcie, wellnes u, reštaurácie až po izbový personál všade príjemný a ústretový ľudia. Určite sa teším na ďalšie stretnutie u Vás. Dostal som viac ako som čakal.
Viktor StřelecEs war einmal – nicht jenseits des Meeres, sondern im nordwestlichen Zipfel Ungarns, in Hegykő – eine Pädagogin und ein Betriebsingenieur. Sie kannten sich nicht nur mit Kindern und Maschinen aus, sondern auch mit Tomaten, Paprika und guten Ideen: die Härzen von Klári und Károly Hospely spendeten die ersten Herzschläge für die “Tornácos-Seele”.
Beide stammen aus Familien, welche seit Generationen Gemüse anbauen. Trotz ihrer Berufe und der Erziehung ihres ersten Kindes lieferten sie in den 1970er-Jahren ihr weit über die Grenzen bekanntes „Fertőer Gemüse“ nicht irgendwohin, sondern gezielt nach Budapest auf den Bosnyák-Markt und in den Lebensmittelladen am Südbahnhof.
Dann unternahmen sie im Jahr 1981 eine Europareise, und die Gedanken reiften: was wäre, wenn sie einen grösseren Traum angehen würden? So fing alles – mit einem kleinen Gemüsestand am Strand des Thermalbades in Hegykő, wo der Duft von Wassermelonen sich mit frischem Dill vermischte und gekochter Mais genauso beliebt war wie die getrocknete Paprikakette.
Wie ein Traum mit viel Arbeit, Liebe und ein wenig Knoblauch Wirklichkeit wird
Ende der 1980er-Jahre kam auf Ost-Europe das politische Wechsel, sogar die Zeit der offenen Grenzen und Fahrradhelme. Und das Ehepaar Hospely, nun mit zwei Kindern, passte sich den neuen Herausforderungen an. 1988 zogen sie ihres Gemüsstand vom Strand an die zukünftige Fahrradroute, in ein kleines Holzhaus. Dort gab es bald neben dem bisherigen Angebot auch Kláris Hamburger (ja, genau noch vor McDonald’s – vielen Dank!).
Manche reichten im Vorbeifahren auf dem Fahrrad ihren Korb für ein Bund Radieschen, Knoblauch oder sogar Sekt zu kaufen – und radelten weiter Richtung Österreich. Wer jedoch anhielt, nahm Platz an einem Tisch und legte eine Pause ein, wo die Gastfreundschaft schon damals genauso war wie heute: echt, herzlich und mit einem großen Lächeln serviert. Gebäude gab es damals hier noch keine – dieses kleine Holzhaus wurde zum “Botschafter” des späteres Tornácos Hotels.
Ein Traum, der über Jahrzehnte gewachsen ist, aber dessen Wurzeln immer an denselben Ort führen: zu einer leidenschaftlichen Familie, die gerne gibt, beherbergt, kocht und Geschichten erzählt – am liebsten bei einem guten Glas Wein, einer heißen Suppe oder einem frischen Stück Kuchen.
Jenseits und diesseits der Arkaden – der Traum, der über sich hinauswuchs
Mit dem Beginn der 1990er-Jahre erreichte der beliebte Gemüsestand der Umgebung einen weiteren Meilenstein. Die Gemeindeverwaltung beschloss nämlich, dass die Zeit gekommen ist die Holzhütten abzureißen, den Bauplan des Dorfes umzusetzen und Baugründe aufzuteilen. Danke, kleine Holzhütte, dass du mit uns mitgemacht hast – jetzt ist die Zeit reif für etwas Größeres! Klári und Károly hatten bereits konkrete Pläne vorliegen…
Károlys frühere Schulfreundin, Terézia Zambó – später mit dem renommierten Ybl-Preis ausgezeichnete Architektin – arbeitete damals gerade am neuen Bauplan der Region rund um den Neusiedler See. Hier zeigt sich, dass „gute Beziehungen“ nicht nur in Anekdoten, sondern auch in architektischen Meisterwerken verwirklicht werden. So kam es zu, dass Terézia und ihr ebenfalls Ybl-Preis-ausgezeichneter Ehemann, József Koller, jenes Gebäude entwarfen, das bis heute das Herzstück des Tornácos darstellt.
Klári und Károly überließen nichts dem Zufall: von den fünf von der Gemeinde ausgeteilten Grundstücken kauften sie zwei – auf diesen begann im Jahr 1990 der Bau. Wichtigstes Ziel war es, dass das neue Gebäude die Stilmerkmale der traditionellen Architektur des Neusiedler See-Gebiets bewahrt, zugleich aber flexibel gestaltbar und erweiterbar ist – mit Platz für ein Lebensmittel- und Geschenkgeschäft sowie die Möglichkeit, später Zimmer, Fahrradabstellplätze, Schönheitssalon oder gar ein Restaurant zu integrieren. Die Innenräume wurden über die Jahre hinweg mit eigener Hand und eigener Kraft gestaltet – immer so, wie es das Leben gerade brachte.
In den Anfangsjahren befand sich das Geschäft an der Stelle des heutigen Bernstein-Saals. Später über einen lieben Bekannten haben wir eine Zahnarztpraxis im Haus gehabt an der Stelle des heutigen Büros. (Denn was passt besser neben ein Lebensmittelgeschäft als eine Zahnarztpraxis? :)) Der heutige Wintergarten war damals noch ein offener, mit Arkaden umrahmter Innenhof. Auch der spätere Name des Gästehauses kann man auf diese charakteristischen Arkaden zurückführen. Das „Tornácos-Haus“ wurde allmählich zum Begriff und zu einem Wahrzeichen der Region – nicht nur wegen dieser Arkaden, sondern auch wegen seiner besonderen Atmosphäre. Immer mehr (damals überwiegend österreichische) Gäste fanden den Weg zu uns – und irgendwann kamen sie nicht mehr nur wegen der Paprika und der ungarischen Salami: Sie wollten auch übernachten. Und wenn ein Gast sagt, dass er bleiben möchte – was soll ein guter Gastgeber da tun?
Jetzt geht’s erst richtig los
Anfangs wurden vier Zimmer eingerichtet, innerhalb von zwei Jahren kamen zehn weitere dazu. Ein Restaurant gab es noch nicht – doch schon bald zeigte sich ein enormer Bedarf. Allerdings fand sich kein Pächter, für ein geplantes Restuarant, dem das Ehepaar Hospely seine zahlreichen Stamm- und neuen Gäste mit ruhigem Gewissen anvertrauen konnte. Also nahmen sie auch den Aufbau und die Leitung des Restaurants selbst in die Hand und suchten gezielt nach Fachleuten, welche von Anfang die selbe Grundsätze mit ihnen teilten, wie: mit Zutaten aus der Region, mit Hilfe lokaler Produzenten und langfristig verlässlicher Lieferanten eine Küche zu führen, die nicht nur köstlich, sondern auch fachlich einwandfrei ist.
Der erste Küchenchef war der junge, talentierte und ambitionierte Zoltán Heveder, wer in den daran folgenden Jahren nicht nur die Gäste des Tornácos verwöhnte, sondern auch bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben sowie in verschiedenen Gastronomie-Sendungen überzeugte.
Auch bei der Einrichtung des Restaurants spiegelte sich die Volkskunst wider: die zeitlosen Werke der Tischler József Egresits und Károly Horváth, des Holzschnitzers Alajos Kovács sowie der Keramiker Terka Patonai und Ferenc Brodzky sind bis heute nicht nur zu sehen, sondern werden auch täglich benutzt. Ihre über dreißig Jahre alten Werke verstauben nicht in Vitrinen – sie finden Platz auf den Tischen, mit Salz, Pfeffer und einem Lächeln der Gäste.
Der große Tag kam … und ein weiterer, etwas später
Die Eröffnung des Restaurants war für den 1. Mai 1996 festgelegt – optimistisch, tatkräftig und mit einem eher flexiblen Vorstellung was das Eröffnungsfrist betrifft. Man könnte sagen: alles war bereit … (außer den Wänden, der Beleuchtung und ein paar Kleinigkeiten wie etwa die Küche).
Bis zu den letzten Minuten wurde hart gearbeitet. Es kam vor, dass Károly in einer von Malenarbeit geschmutzten Hose mit Lieferanten verhandelte oder Klári gemeinsam mit dem Küchenchef nicht nur die Menüreihe, sondern auch die Farbe der Vorhänge festlegte. Wenige Tage vor der Eröffnung war die ganze Familie vor Ort – einer putzte Fenster, anderer schleppte Teller, wieder ein anderer betete still in sich, dass alles rechtzeitig fertig wird. (Spoiler: Es wurde leider nicht so.)
Schließlich öffnete das Restaurant am 25. Mai offiziell seine Pforten. Ab diesem Zeitpunkt begann wirklich, wo die dreißigjährige Geschichte zu erzählen beginnt. Diesen Tag betrachten wir als den Geburtstag des Tornácos – den Tag, an dem ein Traum endlich in voller Wirklichkeit die Türe für seine Gäste öffnete.
Dreißig Jahre, zwei (oder sogar drei) Generationen und unzählige Geschehnisse schmiedeten die Geschichte von Tornácos weit mehr als nur um eine Unterkunft und ein Restaurant. Es wurde eine Erfüllung des grossem Traums, in dem jede Mauer, jeder Teller und jedes Lächeln ein Stück vom Zauber des Anfangs in sich trägt.
Und die Geschichte? Die ist noch lange nicht zu Ende…
Mehr als eine Unterkunft – die Geburtstunde eines Lebensraums
Der Ruf des Tornácos ging bald weit über die Grenzen von Hegykő hinaus. Gute Nachrichten verbreiten sich bekanntlich schnell, und so wurde das kleine „Reich“ aus Gästehaus, Restaurant und Schönheitssalon zu einem immer mehr beliebteren Ziel – was mit mehr und mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. Es wurde zum Schauplatz von Veranstaltungen und Familienfeiern, und in Zeiten des wachsenden Auslandstourismus kam es vor, dass innerhalb einer Woche zehn Reisebusse aus Österreich trafen ein. Die Fahrzeuge reihten sich auf dem Parkplatz als ob sie zu einem internationalen Gastro-Treffen besucht hätten. (Vielleicht lagen sie mit dieser Meinung gar nicht so sehr falsch.)
Natürlich wuchs mit dem Interesse auch der Platzbedarf. Der ehemalige offene Arkadenhof – heute der Wintergarten – wurde überdacht, der Restaurant-Vorbau bekam Glassfenster und die Terrasse teilweise einen Dach. Und was ist mit den 14 Zimmer geschieht? Diese Anzahl war bald zu wenig gegenüber der wachsenden Anfrage. Sollte sich die Gelegenheit bieten, muss man die zwei angrenzende Grundstücke gleich kaufen. Die Entscheidung ist schnell gefallen: es ist erneut eine Baustelle entstanden. Die Traume von Terézia Zambó und ihr Mann wurden wieder, was die Erweiterung betrifft, wahr – denn was sich einmal bewährt hat, daran sollte man nicht ändern.
Sogar ein weiteres Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite war zu erwerben. Damals ahnte noch niemand, dass dort fast zwei Jahrzehnte später der Tornácos Lifestyle Park entstehen wird – mit Solarpaneelen, Ruhezonen im Freien und noch mit Vieles mehr, was heute längst kein Extra ist, sondern zu einem natürlichen Teil des Gästeerlebnisses gehört.
Bis 2003 standen bereits 23 Zimmer zur Verfügung, auf dem Dach wurden im Sinne der Nachhaltigkeit Sonnenkollektoren installiert, und der Wellnessbereich ist schon fertig. Der Schönheitssalon zog in seine heutige großzügige Fläche um, und endlich ein helles, freundliches Empfangsbereich entstand – ein Ort, an dem man sich beim Ankommen sofort willkommen fühlt.
In diesem Jahr verabschiedet sich endgültig das Lebensmittelgeschäft aus der Geschichte von Tornácos. Es war aber kein truriger Abschied – eher ein symbolischer: Eine Ära ging zu Ende, aber es wurde Platz geschaffen für den neuen Bernstein-Saal und für ein kleines Geschenkladen, wo lokale Produkte ihre Werte widerspiegeln.
Bei uns finden Sie nicht verstaubte Vergangenheit – sie ist sehr wohl lebendig
Hinter jedem Kapitel der Tornácos-Geschichte steht die Absicht, alles, was wir tun wird von Herzen getan. Ob es um die Gestaltung eines neuen Zimmers, um die Organisation eines Empfangs oder um eine Ausstellung geht – das Ziel bleibt immer festgelegt: Menschen herzlich willkommen, die lokalen Werte im Augen zu behalten, mit einem menschlichen, liebevollen Einsatz.
Ständige Erneuerung und Modernisierung stehen bei uns nicht im Widerspruch zur Bewahrung des volkskulturellen Erbes – ganz im Gegenteil. Wahrer Wert ist zeitlos – sei es ein handgeschnitzter Holzstuhl im Restaurant oder die Gastfreundschaft, mit welcher wir unsere langjährigen Stammgäste begrüßen, obwohl vielleicht Jahrzenhten vergangen sind.
Und so wie sich das Tornácos weiterentwickelt hat, wuchs auch seine Rolle im gemeinschaftlichen und kulturellen Leben der Neusiedler-Region. Die Verbindung zu lokalen Institutionen, Denkmalpflegern und Künstlern ist uns wichtig: Gemälde, Textilien, Holzschnitzereien und Spitzen erzählen im Rahmen von Ausstellungen an unseren Wänden von der Vergangenheit, der Gegenwart – und von allem, was wir an dieser Region so sehr schätzen.
Die andere Seite des Tornácos – neue Träume, neue Orte
Wenn ein Traum groß genug wird, überschreitet er früher oder später sogar wortwörtlich die Straße – genau das geschah im Jahr 2010, als wir einen weiteren Meilenstein erreichten. Diesmal wuchs unser Haus nicht „am Ende des alten Gartens“, sondern gegenüber, auf der anderen Seite der Hauptstraße – dort, wo einst das Haus des ehemaligen Agrarproduktionsgemeinschaft-Vorsitzenden (László Babarczi) und ein Optikergeschäft untergebracht waren. Viele nannten es noch lange „das Optiker-Gebäude“ – wir hingegen sahen darin schon damals einen Ort der Zukunft.
Die Pläne für das Lifestyle Hotel reiften über Jahre hinweg – in Schubladen und Gedanken. Denn es war für uns klar: dieses Haus soll den Gästen nicht einfach nur Zimmer bieten, sondern neue Erlebnisse, neue Möglichkeiten – und vielleicht auch ein Stück neues "Tornácos-Gefühl". Schließlich konnten sich im Jahr 2020 – in einem nicht gerade einfachen Jahr – die Pforten öffnen: 10 Zimmer, ein frisches Konzept, aber die selben von uns gepflegte Werte.
Unsere Gäste nahmen den neuen Ort mit Freude an – das Lifestyle Hotel wurde rasch zum Zuhause für Freundesgruppen, Familien und Paare, die nach besonderen Anlässen und unvergesslichen Momenten suchten – und diese bei uns im Lifestyle Hotel fanden. Obwohl das Gebäude ganz neu war, empfing die Besucher etwas Vertrautes: die Tornácos-Gastfreundschaft, die persönliche Aufmerksamkeit und diese ganz besondere Atmosphäre, die man nicht beschreiben kann – nur erleben.
Wo stehen wir heute, im Jahr 2025? Nun, der Platz wird auch hier langsam knapp. Aber das ist bei uns kein Problem – eher ein alter, lieber Bekannter, welcher uns stets zu neuen Ideen inspiriert.
Eine neue Generation betritt die Arkaden
Anfang der 2020er Jahren ging eine bedeutende Ära zu Ende – aber nur, um Platz für einen neuen Anfang zu schaffen. Die Gründer, Klári und Károly, wer das Tornácos über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, erweitert und geformt haben – während sie gleichzeitig Gäste, Kinder, Arkaden, Ideen und Unmengen an Gemüse „großgezogen“ haben –, treten verdient in den Ruhestand. (Kleiner Spoiler: Sie glauben das nur: Ruhestand ist nur ein eine Schein-Situation für sie.) Den Staffel übernahmen nun diejenigen, die von Anfang an dabei waren – wenn auch in etwas anderer Rolle: die beiden Söhne, Karl (Karesz) und Joseph (Joci). Sie lernten im Hof des Tornácos, was Gastfreundschaft bedeutet – noch bevor sie überhaupt wussten, dass man das so nennt.
Karesz – der „bodenständige“ Innovator
Nach dem Abitur begann Karesz als Elektriker zu arbeiten – und war auch eine Zeit lang in seinem Beruf tätig. Schließlich sollte man doch „etwas Anständiges“ lernen, nicht wahr? Aber irgendwie hörte er selbst zwischen den Kabeln und Rohren den Ruf des Tornácos.
Er entschied sich bald, im Familienunternehmen nicht nur mitzuhelfen, sondern in der Wahrheit Teil davon zu sein. Im Hintergrund, aber immer dort, wo man ihn gerade brauchte: auf der Baustelle, bei Erweiterungen, unzähligen Reparaturen und Wartungen – leise, aber mit sicherer Hand leistete er eine wichtige Unterstützung. Denn wer die Leitungen kennt, versteht auch die Verbindungen – nicht nur in der Wand, sondern auch zwischen den Menschen. :)
Joseph – wer schon als Kind „Gemüsehändler-Pläne“ schmiedete
Als Joci noch in der Grundschule war, sagte er: „Ich werde im Laden von Mama Gemüse verkaufen.“ Und, zugegeben – das ist ihm irgendwie gelungen. Nur ist der Laden inzwischen etwas größer geworden, und es kamen ein paar Zimmer, ein Restaurant, ein Wellnessbereich und etwa 30 Jahre Geschichte kam dazu. :)
Als Erster in der Familie richtete er seine Ausbildung bewusst auf die Gastronomie aus: zuerst als Fachmann. Dann er schloss ab das Abitur in einer forstwirtschaftlichen Fachschule. Danach sammelte er als Lehrling im Hotel Sopron Erfahrung – wo sich zeigte, dass er nicht nur Fremdsprachen, sondern auch die „Sprache der Gäste“ beherrscht.
Es folgten eine zweijährige Ausbildung im Wellness-Hotelmanagement und anschließend ein Studium im Bereich Tourismus an der Modul Universität Wien. Dabei beobachtete er, reiste viel und sammelte vieles Wissenswertes. Er arbeitete am Wörthersee und danach nahm er auf sich um die anderen Seite der Welt zu erkundigen. Nach acht Monaten Weltreise kehrte er schließlich zurück – denn die Welt ist schön, aber Zuhause spürt man Heimat. Und dort, wo der Traum der Familie lebt, haben die Familienmitglieder der richtige Platz.
Heute führen Karesz und Joci die Tradition des Tornácos fort – mit frischem Schwung, unendlicher Kreativität und vollgestopft mit Ideen, dabei aber stets auf die Werten geachtet, welche sie von ihren Eltern geerbt haben. Stets unterstützt dabei von ihren Ehefrauen. Weil nämlich “wie in jedem richtigen Märchen sind es nicht nur die Helden dabei, sondern auch jene Figuren, welche nicht nur an der Seite des Heldens stehen, planen und organisieren, Gäste empfangen – sogar manchmal wissen, wo die Ehemänner die Schlüssel hingelegt haben”.
Im Tornácos übernehmen diese Rollen Veronika und Anna. Zwei unterschiedliche Wege, zwei eigene Geschichten – und doch führen beide zum gleichen Ziel: dass sich jeder Gast im Tornácos wie zuhause fühlt. So wie schon vor 30 Jahren:
"Hinter jedem erfolgreichen Tornácos-Gründer steht eine lächelnde Ehefrau.“
Veronikas Geschichte – oder wie aus einem Sommerpraktikum eine lebenslange Berufung und Liebe entstand
Veronika, Joci’s Ehefrau, kam Anfang der 2000er Jahre als Gastronomie-Parktikantin für ein paar Wochen Studentenarbeit ins Tornácos – so begann ihre Tornácos-Geschichte.
Nach dem Praktikum setzte sie ihr Studium an der Pannon-Universität in Veszprém fort, wo sie ihren Abschluss als Tourismus- und Hotelbetriebswirtin machte. Dann folgte England – neue Eindrücke, wertvolle Erfahrungen und die internationale Welt der Hotel-Tätigkeiten.
Zurück nach Ungarn war sie in Hotels in Sopron und Bük beschäftigt, bis sie schließlich – als hätte es das Schicksal so gewollt – dorthin zurückkehrte, wo alles begonnen hatte: ins Tornácos.
Im Jahr 2010 leitete sie bereits das Empfangsbereich, und an Joci’s Seite teilte sie nicht nur die Arbeit, sondern auch die Träume. Heute ist Veronika einer der Motoren des Tornácos: das Herz der Rezeption und die Seele des Marketings. Sie kennt jeden Gast beim Namen, behält jedes Detail im Blick und findet trotzdem Zeit, das Tornácos mit kreativen Ideen zu bereichern.
Als wäre das nicht genug, verbringen stets gerne Zeit auch die beiden Kinder des Ehepaares – die jüngste Tornácos-Generation – hinter dem Empfangsdesk, im Garten oder probieren verständlich gern Kláras Kuchenrezepte aus. Denn im Tornácos findet irgendwie jeder Familienmitglied seinen Platz.
Anna – wenn aus einem kleinen Ausflug Liebe, und aus Liebe ein Beruf wird
Anna stammt aus dem westlichen Bezirk Ungarns Zala und kam ursprünglich nur um ein wenig Erholung zu tanken und ein gutes Abendessen zu verzehren ins Tornácos. Und dann taucht Karesz auf. Ab diesem Zeitpunkt war es nicht mehr so einfach, wieder nach Hause zu fahren. So begann ihr Tornácos-Kapitel – aus einer kurzen Auszeit wurde eine lebenslange Liebe und Beruf.
Nach dem Gymnasium verbrachte Anna ein Austauschjahr in den USA, danach studierte sie Ästhetik, Englisch und Pädagogik an der Universität ELTE in Budapest. Sie unterrichtete Englisch, absolvierte an der CEU eine Ausbildung in Medienproduktion und arbeitete in Budapest als Fremdenführerin.
Schließlich entschied sie sich für den Lehrerberuf – denn sie glaubte immer daran, dass Freundlichkeit und Wissen, besonders in Kombination, die beste Investitionen sind.
Nach der Geburt ihres dritten Kindes beschloss sie jedoch, dass es die Zeit gekommen ist, in das große Familienabenteuer einzusteigen.
Seitdem unterstützt sie das Tornácos mit ihrer Sprachkenntnissen, ihrer “dichterischer Ader“, ihrer Neugier, ihrem Wissen über die Sehenswürdigkeiten und Programme der Umgebung und – vor allem – mit ihrer Liebe zu den Menschen.
Sie ist überzeugt, dass die Kraft der Freundlichkeit Berge (oder zumindest eine Welle von Gästen) bewegen kann – und die fachlichen Raffinesse lernt sie am liebsten direkt von den Familienmitglieder.
Ihre drei Kinder wiederum lernen von ihrem Vater Karesz und den Großeltern, dass ein Schraubenzieher, eine Gießkanne oder ein Kochlöffel durchaus ein Zauberstab sein kann – wenn man diese mit Herz in die Bewegung setzt.
Tornácos – Seit 30 Jahren gemeinsam, mit unseren lieben Gästen
Nach unzähligen Portionen Schnitzel, Quarkknödel und glücklichen Gästen ist das Tornácos längst mehr als nur eine Unterkunft oder ein Restaurant – es ist eine Geschichte der Gastfreundschaft.
Ein Ort, wo Träume von Generationen in Wirklichkeit umgesetzt wird, und wo hinter jedem kleinen Detail Absicht, Liebe und ein besonderer Stolz steckt: „Wir haben alles selbst gemacht.“
Für viele ist das eine Adresse, wohin man immer wieder gerne zurückgezogen wird – wo man sich wie zu Hause fühlt und wo Gastfreundschaft nicht aus der Geschäftsstrategie stammt, sondern von dem Herzen, von der Familie und von Freude.
Hier hat jede Wand, jeder Salzstreuer und jedes Lächeln seine eigene Geschichte.
Und jetzt, 30 (oder vielleicht schon 40?) Jahre nach dem ersten gekochten Maiskolben, der ersten gewölbten Veranda und dem ersten selbst-gemachten Hamburger, fühlen wir: Es gibt noch viel zu tun – und das Schönste folgt erst… Also das Geschichte-Schreiben wird fortgesetzt! Und was bringt die Fortsetzung?
Nun ja, wie in jedem guten Märchen:
"Es war einmal …“ – und es existiert und wächst noch…





